Geschichten

Von den Kindern

Und eine Frau, die einen Säugling an der Brust hielt, sagte: Sprich uns von den Kindern.

Und er sagte: Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch. Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Ge- danken. Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden. Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und er spannt euch mit seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen. Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein. Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Aus: „Der Prophet“ von Kalhil Gibran

 

Ein Kind, das wir ermuntern

"Ein Kind, das wir ermuntern, lernt Selbstvertrauen. Ein Kind, dem wir mit Toleranz begegnen, lernt Offenheit. Ein Kind, das Aufrichtigkeit erlebt, lernt Achtung. Ein Kind, dem wir Zuneigung schenken, lernt Freundschaft. Ein Kind, dem wir Geborgenheit geben, lernt Vertrauen. Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt zu lieben und zu umarmen und die Liebe dieser Welt zu empfangen."

aus dem Buch "Willkommen auf dieser Erde - vom Zauber des Anfangs" von Jochen Mariss:

Evangelien

zur Auwahl:

1. Aus dem Evangelium nach Matthäus. Mt 22, 34-40
Als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.


2. Aus dem Evangelium nach Matthäus Mt 28, 18-20
Jesus trat auf die Apostel zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.


3. Aus dem Evangelium nach Markus Mk 1, 9-11
In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.


4. Aus dem Evangelium nach Markus Mk 10, 13-16
Man brachte Kinder zu Jesus, damit er sie mit der Hand berührte. Die Jünger aber wiesen die Leute ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, als wäre er ein Kind, wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.


5. Aus dem Evangelium nach Markus Mk 12, 28b-34
Ein Schriftgelehrter ging zu Jesus und fragte: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr, und du sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzen Seele, mit deinen ganzen Gedanken und mit deiner ganzer Kraft. Das zweites ist dies: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er ist der einzige, und es gibt keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass jener verständig geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.


6. Aus dem Evangelium nach Johannes. Joh 3, 1-6
Ein Pharisäer mit Namen Nikodemus, ein Ratsherr der Juden, suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden. Jesus antwortete: Amen,
amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.


7. Aus dem Evangelium nach Johannes. Joh 4, 5-14
Jesus kam zu einem samaritischen Ort, der Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef gegeben hatte. Dort war der Jakobsbrunnen. Jesus war ermüdet von der Wanderung und ließ sich darum an den Brunnen nieder; es war um die sechste Stunde. Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Lass mich trinken! Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen, um Nahrungsmittel zu kaufen. Die samaritische Frau sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten? Die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, dass Gott gibt, und wer es ist, der zu dir sagt: Lass mich trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges
Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du denn größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder durstig sein; aber wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nicht mehr durstig sein; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, die Wasser für das ewige Leben ausströmt.


8. Aus dem Evangelium nach Johannes. Joh 6, 44-47

Jesus sprach: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.


9. Aus dem Evangelium nach Johannes. Joh 7, 37b-39a
Jesus sagte: Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben.

 

10. Aus dem Evangelium nach Johannes. Joh 9, 1-7
Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst? Ober haben seine Eltern gesündigt, so dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden. Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde; dann machte er mit dem
Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.


11. Aus dem Evangelium nach Johannes. Joh 15, 1-11
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet. Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.


12. Aus dem Evangelium nach Johannes. Joh 19, 31-35
Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten, baten die Juden Pilatus, man möge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen; denn dieser Sabbat war ein großer Feiertag. Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt.

Ablauf der Tauffeier

Zur Begrüßung:

Sei willkommen du kleines Menschenkind. Du bist angenommen und geliebt ohne etwas dafür geleistet zu haben. Wir lieben dich einfach, weil du da bist. Mit dieser gleichen Liebe werden wir alle von Gott geliebt und sind aufgehoben in ihm. Du bist ein Sinnbild unserer Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe. Schön, dass du da bist, dass es dich gibt.

Liebe Eltern!

Was erbittet ihr von der Kirche?

[Eltern]: Die Taufe

Ihr habt euch viele Gedanken gemacht, wie euer Kind heißen soll. Nun bitte ich euch vor allen versammelten Verwandten und Freunden zu sagen, auf welche/n Namen euer Kind getauft werden soll.

[Eltern]: Kind_Name

Liebe Mutter_Name, lieber Vater_Name!

Ihr habt darum gebeten, dass euer Kind durch die Taufe in die Gemeinschaft der Glaubenden, die Kirche aufgenommen werden soll. Euer Kind wird noch viel lernen, und es wird sein Leben an eurem Vorbild orientieren. Euer Kind soll durch euch lernen, als Christ zu leben und zu handeln. Liebe Eltern, seid ihr bereit, diese Verantwortung auf euch zu nehmen?

[Eltern]: Ja!

Liebe/r Patin_Pate_Name!

Du hast dich bereit erklärt, den Dienst der Taufpatin/des Taufpaten zu übernehmen. Du sollst die Eltern unterstützen in ihrem Dienst als Glaubensverkünder für Kind_Name. Wenn sie schwach werden, sollst du sie stärken und aufbauen. Liebe/Lieber Patin_Pate_Name bist du bereit, Mutter_Name und Vater_Name in ihrer verantwortungsvollen Aufgabe, Kind_Name zu einem lebendigen Christen zu erziehen, zu unterstützen?

[Taufpate/in]: Ja!

Wir gehen in die Kirche.

[Lied:]

Gebet

Du menschenfreundlicher Gott, du schenkst den Glauben, ohne den es keine Taufe gibt. Wir sind jetzt in die Kirche hereingekommen um das Wort Gottes hören, damit dieser Glaube in uns Gestalt gewinnt und für andere, vor allem aber für Kind_Name sichtbar und erfahrbar wird. Dass uns das gelingt, darum bitten wir durch Jesus unseren Freund und Bruder.
Amen.

Lesung:

zur Lesungsauswahl oder eine Geschichte aus der  nicht biblischen Literatur
Buch: Ich freu mich so, dass es dich gibt!

[Lied:] Wenn einer sagt ich mag dich du

Evangelium

(z.B.: MK 1,9-11) zur Evangelienauswahl 
In jenen Tagen kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Kind_Name im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

oder

Mk 10, 13-16
Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

[Lied:]

Ansprache

Bezeichnung mit dem Kreuzzeichen:

Kind_Name, mit großer Freude nimmt dich die christliche Gemeinde in ihre Mitte auf. Als Zeichen unserer Erlösung und als Zeichen unserer Zusammengehörigkeit zeichnen wir dir das Kreuz auf deine Stirn.

(Je nach Anzahl der Mitfeiernden alle oder nur Eltern, Geschwister und Paten)

Anrufung der Heiligen:

(ev. Gedanken zu den Heiligen – www.heilige.de)

Wir haben viele Freunde, die schon bei Gott sind. Das sind die Heiligen, deren Namen wir tragen. Wir wollen sie anrufen:

Heiliger Kind_Name – Bitte für ihn!

 

Fürbitten und Wünsche


Fürbittgebet - selbst formulieren oder im Internet suchen - 4-5 Bitten

[Lied:]

Schutzgebet:

Alle strecken ihre Hände über das Kind aus.

Menschenfreundlicher Gott, du selbst bist einer von uns geworden, um uns vor dem Bösen zu bewahren. Wir bitten dich für Kind_Name: Bewahre ihn vor bösen Mächten und vor Unheil. Gib ihm Kraft allem zu widerstehen, was sein Leben und das Leben anderer zerstören kann. Lass ihn dich suchen in allem, was er tut. Darum bitten wir dich, unsern Herrn und Gott. Amen

Weihe des Taufwassers

Steige herab in dieses Wasser durch die Kraft des Heiligen Geistes und werde für Kind_Name zur Quelle ewigen Lebens. Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Freund und Bruder.
Amen.

Absage und Glaubensbekenntnis

Liebe Eltern, liebe Patin / lieber Pate! Gott liebt euer Kind und schenkt ihm durch die Taufe neues Leben. Dieses Leben soll wachsen und dem Bösen widerstehen können. Ihr habt die Aufgabe übernommen, euer Kind zu einem lebendigen Glauben zu führen. Ich bitte euch jetzt im Namen der Kirche jetzt an eure eigene Taufe zu denken und so eure christliche Lebensgrundhaltung zu bekennen und zu erneuern.

Ich frage Euch:

Glaubt ihr an Gott als die Mitte eures Lebens?
Wir glauben
Glaubt ihr an den barmherzigen Gott, der Schuld vergibt?
Wir glauben
Glaubt ihr an den Mensch gewordenen Gott Jesus?
Wir glauben
Glaubt ihr daran, dass er allezeit bei uns ist im Heiligen Geist?
Wir glauben
Glaubt ihr, dass Jesus in der Kirche, die auch wir jetzt darstellen, lebendig ist?
Wir glauben
Glaubt ihr an ein Leben über den Tod hinaus, dass uns geschenkt ist durch Tod und Auferstehung Jesu?
Wir glauben
Danke für euer Bekenntnis. Gott segne euch.

Weiters frage ich euch:

Seid ihr bereit euch immer für das Leben zu entscheiden?
Wir sind bereit
Seid ihr bereit in der Durchsetzung eurer Wünsche und Pläne auf Gewalt zu verzichten?
Wir sind bereit
Seid ihr bereit, in allem was ihr tut, eure eigene Würde und die Würde eurer Mitmenschen zu achten?
Wir sind bereit
Seid ihr bereit, euch öffentlich zu eurem Glauben zu bekennen?
Wir sind bereit
Die Kirche dankt für eure Bereitschaft zu einem christlichen Leben und wünscht euch viel Kraft und Mut auf eurem Weg.

Taufe

Gedanken der Taufpatin/des Taufpaten:

z. B.: Deine Paten sind wir nun (gelesen von den Paten)

Partner werden wir dir sein, wenn du dich alleine fühlst, Lehrer, wenn du Neues lernen möchtest, Zuhörer, wenn Sorgen dich plagen, Ratgeber, wenn du nicht weiter weißt.

Deine Paten sind wir nun.

Aufdrängen werden wir uns nicht. Wir werden uns von dir finden lassen, wenn du uns suchst, werden dich hören, wenn du uns rufst, werden dir beistehen, wenn du uns brauchst.

Deine Paten sind wir nun.

Diesen Auftrag übernehmen wir gern, beauftragt heute vom liebenden, allmächtigen Gott, unterstützt von dem, der nicht möchte, dass du je verloren gehst.

Deine Paten sind wir nun.

 

Ihr habt euch eben zum Glauben der Kirche bekannt. In diesem Glauben empfängt Kind_Name nun die Taufe

[Liedruf:]

Taufe mit Wasser

Kind_Name
Ich taufe dich im Namen
Des Vaters
Und des Sohnes
Und des Heiligen Geistes

[Liedruf:]

Salbung mit Chrisam

Du bist von aller Schuld frei, ein reiner Mensch. Du wirst nun mit dem heiligen Chrisamöl gesalbt zur Schönheit, zur Weisheit und zur Stärke. Wir salben dich zum Priester, zum König und zum Propheten. Von nun an gehörst du immer zu Christus.

[Liedruf:]

Überreichung des weißen Kleides

Kind_Name, dieses weiße Kleid ist ein Zeichen dafür, dass du in der Taufe ganz neu geworden bist. Du bist mit Würde ausgestattet. Bewahre diese Würde für dein ganzes Leben und in alle Ewigkeit. Amen.

[Liedruf:]

Übergabe der brennenden Kerze

[Die Eltern entzünden die Taufkerze an der Osterkerze] – Kerzen anderer Kinder entzünden und eventuell Lichterprozession mit den anwesenden Kindern
Empfange das Licht Christi.

[Liedruf:]

Liebe Eltern, liebe Paten!

Euch wird dieses Licht anvertraut. Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt. Er ist auch für Kind_Name Licht auf seinem Weg. Wenn er es versteht, dann zündet diese Kerze an und erzählt ihm von seiner Taufe und von seinem Glauben.

[Lied:]

Vater unser singen / beten

Eltern segnen ihr Kind

z.B.: Altchristliches Segensgebet

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Her sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen gegen Gefahren von links und rechts.
Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst und um dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott. Amen.

Schlusssegen

[Segenslied]

biblische Lesungen

zur Auswahl:

Lesung aus dem Buch Exodus. Ex 17, 3-7
Das Volk dürstete dort nach Wasser und murrte gegen Mose. Sie sagten: Warum hast du uns überhaupt aus Ägypten hierher geführt? Um uns, unsere Söhne und unser Vieh verdursten zu lassen? Mose schrie zum Herrn: Was soll ich mit diesem Volk anfangen? Es fehlt nur wenig, und sie steinigen mich. Der Herr antwortete Mose: Geh am Volk vorbei, und nimm einige von den Ältesten Israels mit; nimm auch den Stab in die Hand, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, und geh! Dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen. Dann schlag an den Felsen! Es wird Wasser herauskommen, und das Volk kann trinken. Das tat Mose vor den Augen der Ältesten Israels. Den Ort
nannte er Massa und Meriba (Probe und Streit), weil die Israeliten Streit begonnen und den Herrn auf die Probe gestellt hatten, indem sie sagten: Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht?


Lesung aus dem Brief an die Römer. Röm 6, 3-5
Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.

 

Lesung aus dem ersten Brief an die Korinther. 1 Kor 12, 12-13
Wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.

 

Lesung aus dem Brief an die Epheser. Eph 4, 1-6
Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

 

Lesung aus dem ersten Petrusbrief. 1 Petr 2, 4-5.9-10
Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist. Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden.