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Zeit

"Zeit", so sagen wir oft, "müsste man haben."
Zeit für dieses. Und Zeit für jenes.
Zeit für sich. Und füreinander.
Zeit.

Die Zeit hält alles in Bewegung.
Von Anfang an. Und immer wieder. Ist sie da.
Und kommt und geht. Verweilt und eilt.
Von Zeit zu Zeit.

Für alles gibt es eine Zeit.
Eine Zeit zum Pflanzen. Und eine Zeit zum Ernten.
Eine Zeit zum Leben. Und eine Zeit zum Sterben.
KAIROS.
Geheimnis der rechten Zeit: Nutze sie.
Dann nutzt sie dir. Denn:

Vieles kann die Zeit.
Können wir mit der Zeit alles?
Die Zeit bestimmt die Pflichten.
Arbeit. Leistung. Dienst und Lohn.
Geschäfte und Beschäftigung. Themen und Termine.
Werktag.

Wie gut, dass es den Sonntag gibt.
Innehalten. Durchatmen. Zeit - los - werden.
Vom Muss zur Muße-
Die Muße aber lässt alles zu:
Stimmung, Einstimmung, Zustimmung.
Sie öffnet Spielräume.
Für Stille. Freisein. Freude. Glück. Kontakte.
Für Neues und für ganz anderes.
Und: für das GANZ ANDERE.
Muße nimmt EWIGKEIT wahr.

Das Maß der Muße ist die Mitte.
Was ist nichtig? Was ist richtig? Was ist wichtig?
Die Muße drängt nicht und sie kränkt nicht.
Sie ist unkompliziert.
Wie ein Vogel des Himmels.
Wie die Lilien auf dem Felde ist sie da.
Nur so.

Muße ist einfach. Muße ist da sein.
Muße ist:
EINFACH DA SEIN.
Von Zeit zu Zeit.

Klaus Jäkel